Ich bin ehrlich:
Ich will meine Ruhe.
Ruhe vom Reden, vom Fragen, vom „Mamaaaaa, wo ist mein…?!“
Am liebsten würde ich mich manchmal in eine Badewanne voller Lavendelöl teleportieren – ohne Handy, ohne Menschen, ohne Verpflichtungen.
(Okay, mit Schokolade. Und einem Glas Wein. Vielleicht Netflix. Aber niemandem, der was von mir will.)
Aber kaum wird’s ruhig, kommt dieser absurde Gedanke um die Ecke:
„Warum schreibt denn keiner? Geht’s euch noch gut? Ist mein WLAN kaputt oder bin ich einfach… vergessen?“
Und zack – die emotionale Vollbremsung:
Ich wollte meine Ruhe.
Jetzt hab ich sie.
Und will sie nicht mehr.
Ich will Abstand. Aber bitte mit Applaus.
Es ist wie beim Staubsaugen in High Heels:
Man weiß, es ist eigentlich Quatsch – aber irgendwie fühlt man sich dabei trotzdem wie die Königin des Chaos-Managements.
Genauso ist es mit dem Wunsch nach Ruhe und gleichzeitigem Gesehenwerden:
Ich will allein sein, aber nicht einsam.
Ich will unbeobachtet sein, aber bitte mit gelegentlichem Applaus vom Balkon.
Ich will unsichtbar sein – aber nur solange jemand fragt, wo ich bin.
Warum sind wir so?
Weil wir Frauen einfach komplex sind.
Nicht kompliziert – komplex.
Wir sind emotionale Mehrfamilienhäuser mit Dachterrasse, Gästetoilette und gelegentlichem Rohrbruch.
Wir jonglieren Alltag, Hormone, Familienmanagement und plötzlich auch noch uns selbst – und das bitte mit Stil.
Und manchmal will man eben nur mal für 10 Minuten nicht angesprochen werden, ohne dass das Universum beschließt, einen komplett aus dem sozialen Radar zu streichen.
Lösung? Haha.
Es gibt keine Lösung.
Es gibt nur Erkenntnis – und Kaffee.
Und vielleicht den Satz:
„Ich brauche Zeit für mich. Aber wehe, ihr vergesst mich dabei.“
Fazit mit Augenzwinkern:
- Ja, du darfst dich verkrümeln.
- Ja, du darfst dich gleichzeitig wünschen, dass jemand anklopft und fragt, ob du was brauchst (auch wenn du dann mit „Nichts!“ antwortest).
- Und ja, es ist vollkommen okay, sich selbst manchmal seltsam zu finden.
Weil – Überraschung – du bist nicht allein damit.
Also, liebe Mitstreiterinnen des weiblichen Widerspruchs:
Bleibt laut in der Stille.
Und gönnt euch eure Ruhe.
Aber mit Stil. Und WLAN. Und einer kleinen Push-Nachricht vom Leben, dass ihr noch wichtig seid.


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